Organizer-Anleitung

Für Organisatoren: Events verwalten, Teams prüfen, Fänge bewerten, Regeln/Settings einstellen – plus wichtige Sicherheits- & Datenschutz-Hinweise.

⚠️ Wichtiger Hinweis (Sicherheit & Verantwortung)

Als Organisator bist du für klare Regeln, sichere Durchführung und transparente Kommunikation verantwortlich. iGotONE unterstützt die Auswertung/Organisation, ersetzt aber keine Sicherheitsunterweisung, keine Aufsicht und keine lokalen Gesetzes-/Vereinsregeln. Im Zweifel: Sicherheit vor Ergebnis.


✅ Vor dem Event – Checkliste

1) Eventdaten prüfen
Name, Datum, Zeitzone, Gewässer/Region, Sichtbarkeit (public/private), Start/Ende.
2) Regeln & Punkte
Mindestmaße, erlaubte Arten, Punkteformel, Bonus-Fische, Topwater, Fullcard, Limits (pro Tag / insgesamt).
3) Teams
Teams importieren/erstellen, Startnummern vergeben, Team-Zugänge testen (Login).
4) Kommunikation vorbereiten
Kurze „Regeln in 60 Sekunden“ vorbereiten (Fotoanforderungen, Maßband, Artenwahl, Zeitfenster). Kanal definieren (Briefing vor Ort, WhatsApp/Signal/Email).
5) Sponsor-Assets
Banner/Logos prüfen, Links testen, Platzierung aktivieren, Sortierung kontrollieren.
Empfehlung: Mini-Testlauf

Lege 1 Test-Team an und reiche 1 Test-Fang ein (privat / vor Start). So erkennst du sofort, ob Regeln, Punkte und Review korrekt laufen.

Empfehlung: Reviewer-Plan

Definiere, wer wann prüft (z. B. 1–2 Personen, fixe Review-Slots). Das reduziert Diskussionen und hält das Leaderboard aktuell.


🛟 Sicherheit & Abbruch-Regeln (Organisator informieren)

Pflicht-Hinweise an alle Teilnehmer
  • Schwimmwestenpflicht (wenn am Boot / je nach Gewässer & Regeln): klar kommunizieren, ab wann und für wen (z. B. immer am Boot, bei Wind, bei Kindern).
  • Wetter & Sicht: Teilnehmer müssen Wetterlage beachten (Wind, Gewitter, Nebel). Lieber früh zurück als Risiko.
  • Bootssicherheit: Mindest-Ausrüstung (Notruf, Licht, Paddel, Erste Hilfe, Rettungsdecke), keine Überladung, Motor/Elektrik checken.
  • Alkohol/Intoxikation: Null-Toleranz während des Fischens/Bootbetriebs (Empfehlung: ausdrücklich erwähnen).
  • Notfallablauf: Notrufnummern, Treffpunkt, wer ist Ansprechpartner, was bei Unfall/Person im Wasser zu tun ist.

Tipp: Diese Punkte im Briefing vor Start (und zusätzlich schriftlich) kommunizieren.

Abbruch / Unterbrechung durch schlechtes Wetter
  • Definiere klare Trigger (z. B. Gewitter in der Nähe, Sturmwarnung, gefährlicher Wellengang, Behördenwarnung).
  • Lege fest, wer den Abbruch entscheidet (Organisator/Head Judge) und wie kommuniziert wird (z. B. Sammel-Message + Aushang).
  • Lege fest, was mit Fängen passiert: bis Abbruchzeit gültig / Nachmeldungen gesperrt / Zeitfenster.
  • Im Zweifel: Event pausieren oder abbrechen. Sicherheit geht immer vor.
Absage des Events (vor Start) / Abbruch (währenddessen)
  • Kommuniziere frühzeitig: Datum, Uhrzeit, Grund (z. B. Wetter/Behörden/Logistik), nächster Schritt (Ersatztermin / Rückerstattung / Wertung).
  • Definiere Regeln für Ersatztermin: bleiben Teams/Startnummern gültig? Müssen Teams neu bestätigen?
  • Dokumentiere Entscheidungen kurz und transparent (reduziert Konflikte).
Revier / Zonen / Sperrbereiche
  • Weise auf Sperrzonen, Naturschutzbereiche, Fahrverbote, Uferbetretungsverbote hin.
  • Lege klar fest, was „außerhalb“ ist und welche Konsequenzen gelten.
  • Wenn du GPS nutzt: erkläre, ob GPS nur zur Plausibilitätsprüfung oder strikt geofenced verwendet wird.

🔒 Datenschutz & Einverständnis (Organisator informieren)

Teilnehmer aktiv informieren (Pflicht)

Informiere alle Teilnehmer vor dem Event transparent darüber, welche Daten im Rahmen des Events verarbeitet werden. Beispiele: Teamname/Angler-Namen, Fänge (Fotos), Zeitstempel, ggf. GPS-Positionen, Startnummern, Ergebnisse/Ranking.

  • Sag klar, wo Ergebnisse angezeigt werden (öffentlich/privat), und ob Fotos im Event-Feed/Leaderboard sichtbar sind.
  • Wenn GPS im Fang gespeichert wird: erkläre Zweck (z. B. Regelkonformität, Betrugsprävention) und Umfang (genau/gerundet).
  • Erkläre Aufbewahrung: wie lange Daten im Event-Kontext benötigt werden (z. B. bis Abschluss + Einspruchsfrist).
Kein Anhang nötig – aber Datenschutz-Zettel bereitstellen

Statt Anhänge per Mail/Chat zu versenden: Stelle vor Ort einen Datenschutz- & Teilnahmehinweis als Ausdruck bereit (oder QR-Code auf eine Seite). Teilnehmer sollen diesen lesen und unterschreiben, falls du das für dein Event/Verband benötigst.

  • Enthält: Verantwortlicher (Organisator), Zweck der Datenverarbeitung, Datenarten, Sichtbarkeit, Speicherdauer.
  • Enthält: Einwilligung zu Foto-/Bildmaterial (falls relevant) und Veröffentlichung von Ergebnissen.
  • Enthält: Kontaktmöglichkeit für Fragen/Lösch-/Korrekturwünsche (im Rahmen der Event-Abwicklung).

Hinweis: Die konkrete rechtliche Ausgestaltung hängt von deinem Event/Region ab. Im Zweifel mit Verein/Datenschutzbeauftragten abstimmen.

Praktische Datenschutz-Empfehlungen
  • Veröffentliche möglichst keine sensiblen Daten (z. B. exakte Spots) – wenn nicht nötig.
  • Bei öffentlichen Events: verwende Startnummern/Teamnamen statt vollständiger Klarnamen, wenn möglich.
  • Gib klare Regeln für Foto-Inhalte (keine fremden Personen im Hintergrund, Kennzeichen vermeiden).
  • Teile Export-Dateien (CSV/PDF) nur an berechtigte Personen/Teams.

🏁 Während dem Event

Live-Review: regelmäßig prüfen

Je schneller du bestätigst/ablehnst, desto „lebendiger“ ist das Leaderboard. Bei großen Events: mehrere Reviewer oder klare Zeiten (z. B. jede 15 Minuten).

Kommunikation

Wenn viele Ablehnungen passieren: kurz über Regeln informieren (Fotoqualität, Maßband, Art-Auswahl). Bei Sicherheitsereignissen: klare, kurze Ansage – und notfalls pausieren/abbrechen.

Fairness / Konsistenz

Lege interne Kriterien fest (z. B. „Nullpunkt muss sichtbar sein“, „unscharf → ablehnen“), damit Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.


🎣 Fang-Prüfung – Best Practice

Bestätigen, wenn…
  • Foto klar: Fisch + Maßband gut sichtbar, keine Unklarheiten.
  • Art plausibel und passt zu Regeln.
  • Länge ist erkennbar & sauber ablesbar.
  • Event-Regeln erfüllt (Mindestmaß, Zeitraum, ggf. GPS).
Ablehnen, wenn…
  • Foto unscharf / Maßband nicht sichtbar / Länge nicht ablesbar.
  • Falsche Art gewählt, oder nicht erlaubte Art.
  • Verdacht auf Manipulation oder „altes Foto“.
  • Regelverstoß (Mindestmaß, Zeitfenster, Bereich).

Tipp: Gib eine kurze Begründung – das reduziert Rückfragen.

Typische Grenzfälle

Wenn etwas knapp oder unklar ist: entscheide konsistent. Lieber einmal klar kommunizieren, welche Fotoanforderungen gelten, als „gefühlt“ zu bewerten.


🏆 Nach dem Event – Abschluss

Offene Fänge prüfen und final bestätigen/ablehnen.
Leaderboard kontrollieren (Plausibilität: Punkte, Bonus, Limits).
Falls nötig: Korrekturen dokumentieren (Transparenz).
Ergebnisse veröffentlichen / teilen (unter Beachtung der Sichtbarkeit/Datenschutz).
Optional: kurze Nachbesprechung (Was lief gut? Was verbessern?)